Glyphen in der Spruchmagie
“So ist die Verwendung der Mantramulim dank unserer herausragenden Erforschung des Zauberbanns unseres Gründervaters Bastrabun ibn Rashtul al’Sheik an unserer ehrenwerten Akademie wieder wohlverbreitet. Un selbst bei den einfachen Formen der Thaumaturgie spielen sie eine Rolle, etwa bei einigen Varianten des Applicatus oder den Namenssigillen des Zauberklinge-Cantus. Lange Zeit wurde sich dabei zu Recht auf die Artefaktzauberei konzentriert, doch seit einigen Jahren fällt der Blick auch auf die Wechselwirkungen der Glyphen mit der Spruchzauberei.
Dazu will ich den Custodosigil-Cantus näher erläutern. Dieser Zauber diente, wie hier allgemein bekannt sein dürfte, auch unserer ehemaligen Spektabilität Tarsaf Okharim al’Kunvuqatush als Grundlage seiner Rekonstruktion des Applicatus. Nun will ich aber umgekehrt dessen Potentiale für die Spruchzauberei darstellen. Denn der Custodosigil darf unseren jüngsten Forschungen zufolge als Hybrida aus Artefakt- und Spruchzauberei betrachtet werden. In ihm sind die Strukturen des Applicatus, des Claudibus und des Fallensiegels eindrucksvoll kombiniert, letzteres nachzuschlagen in “Hundert Dinge zu schrecken den Dieb” des berühmten Sohnes unserer Akademie und Ahn unserer ehrenwerten Spektabilität, Galhey ibn Garun ay Marhisch. Der Custodosigil beschränkt sich im Gegensatz zum Fallensiegel zwar auf das Element Feuer. Aber das ist Gegenstand möglicher elementarer Distraktionen und Transitionen und für unsere Argumentation ohne Bedeutung. Die besondere Eigenschaft des Custodosigil ist aber die harmonische Verschachtelung der Zaubermatrizen mit der Geometrie der Glyphe und ihrer elementaren Emanation. Dass diese hier auf den Inhalt gerichtet ist, beim Siegel aber auf den Unbefugten, mag der Grund für die Entwicklung des Cantus gewesen sein. Entscheidend ist jedoch die injektive Verknüpfung der mathemagischen Strukturen von Matrix und Glyphe. Sie dient uns als Muster auch andere Zaubermatrizen auf ihr Potential für eine auxiliare oder modifzierende Verknüpfung mit Glyphen zu untersuchen.”
- Aus einem an der Drachenei-Akademie zu Khunchom gehaltenen Vortrag, nach dem Memorans-Mitschnitt einer informellen Mitarbeiterin Magister Rhayodan de Porcupinos
SF „Integrierte Zauberzeichen“
Diese SF ermöglicht die Zauber-Variante „Integriertes Zauberzeichen“, dabei wird die Matrix des Zauberspruchs durch die Glyphe ergänzt, was bestimmte Modifikationen oder Varianten des Zaubers erleichtert. Dabei finden Objekt- oder Ortsigillen keine Verwendung.
Voraussetzungen: SF Zauberzeichen und je nach Zauber die Kenntnis spezieller Sigillen und Glyphen.
Verbreitung: Sowohl an der Drachenei-Akademie in Khunchom als auch am Institut für Arkane Analysen in Kuslik sind die Forschungen mittlerweile so weit fortgeschritten, dass das entsprechende Wissen auch Außenstehenden zugänglich gemacht wird. Natürlich gegen entsprechende Bezahlung bzw. im Lichte anderer Verdienste.
Diese und andere Varianten werden im Codex Cuslicana, der fortlaufend aktualisierten Formelsammlung des Kusliker Hesindetempels, beschrieben. Der Codex Cuslicana enthält keine Zauberthesen, sondern versammelt lediglich Praxisberichte, Analysen und neueste Entwicklungen bekannter Zauberformeln.
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